02 Juli Pressemitteilung: Koalition stellt Kranke unter Generalverdacht
Berlin, 02. Juli 2026
Der Koalitionsausschuss von CDU/CSU und SPD einigt sich auf neue arbeits- und sozialpolitische Maßnahmen: Beschäftigte müssen künftig bereits ab dem ersten Krankheitstag ein ärztliches Attest vorlegen, die telefonische Krankschreibung entfällt. Gleichzeitig weitet die Koalition die sachgrundlose Befristung von 24 auf 48 Monate aus und ermöglicht eine sechsmalige Verlängerung.
„Wer krank ist, muss künftig ab dem ersten Tag zum Arzt rennen und sich ein Attest holen. Das ist kein Bürokratieabbau, das ist staatliches Misstrauen mit Ansage und ein Super-GAU für betroffene Arztpraxen. Merz bezichtigt Menschen des Krankfeierns und schraubt gleichzeitig den Arbeits- und Gesundheitsschutz runter. Finde den Fehler! Es reicht!“, sagt Anne Zerr, Sprecherin für Arbeitspolitik und Arbeitszeitpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag.
„Die Erleichterung und Ausweitung von Befristungen schafft für immer mehr Menschen existenzielle Unsicherheit und erschwert die Lebensplanung. Wir sagen klar: Es ist kein Programm für Aufschwung und Beschäftigung, es ist ein Programm des Misstrauens und der Ignoranz“, so Zerr weiter.
Die Fraktion Die Linke im Bundestag setzt sich für eine solidarische Arbeits- und Sozialpolitik ein, die Beschäftigte vor Ausbeutung und Unsicherheit schützt, statt ihre Rechte zu schleifen.
Kontakt für Rückfragen:
Coco Aglibut
anne.zerr@bundestag.de <mailto:anne.zerr@bundestag.de>
030 227 70840