Pressemitteilung: Geleakter Referentenentwurf ist der Einstieg in den Ausstieg aus dem 8-Stunden-Tag

Berlin, 19. Juni 2026

Laut dem gestern bekannt gewordenen Referentenentwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) soll der Achtstundentag per Tarifvertrag abgeschafft werden können und wird damit zur Verhandlungsmasse.

Dazu erklärt Anne Zerr, Sprecherin für Arbeitspolitik und Arbeitszeitpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag:
„Bärbel Bas arbeitet am Einstieg in den Ausstieg aus dem 8-Stunden-Tag. Das ist ein massiver Schutzabbau für Beschäftigte und ebnet weitreichenderen Verschlechterungen den Weg. Die tatsächlichen Probleme der Beschäftigten werden nicht angegangen. So trägt der Entwurf nicht dazu bei, die Arbeitszeit zu senken oder die Vereinbarkeit und Möglichkeiten zur souveränen Arbeitszeitgestaltung zu verbessern.“

Zerr weiter:
„Schon der aktuelle Vorschlag birgt die Gefahr, dass der Schutzabbau bei der täglichen Höchstarbeitszeit auch nicht-tariflich geregelte oder mitbestimmte Bereiche betreffen wird. Doch selbst das wird der Regierung wohl kaum ausreichen. Mit diesem Entwurf startet die SPD den Abbau des 8-Stunden-Tages und lädt die Union und die Arbeitgeber:innen-Lobby ein, diesen zu begraben. Bärbel Bas betont gerne, dass sie am liebsten die Finger von der Arbeitszeit lassen würde – besser wäre es gewesen.“

Kontakt für Rückfragen:
Coco Aglibut
anne.zerr@bundestag.de <mailto:anne.zerr@bundestag.de>
030 227 70840

Bildquelle: Michael Ukas / dpa

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