Pressemitteilung: Acht Jahre Haft für Maja T.: Urteil ist Ausdruck eines politischen Schauprozesses

Budapest, 04. Februar 2026

Antifaschist*in Maja T. aus Deutschland ist in Budapest zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden. MdB Anne Zerr war vor Ort und erklärt dazu:

„Die Verurteilung von Maja T. zu acht Jahren Haft ist eine Farce. Dieses Urteil basiert nicht auf belastbaren Beweisen: Weder Zeugenaussagen noch DNA-Spuren haben Maja einer konkreten Tat zugeordnet, stattdessen wurde auf eine konstruierte Indizienkette zurückgegriffen. Das ist kein faires Verfahren, sondern das Ergebnis eines politisch motivierten Schauprozesses.

Besonders schwer wiegt, dass Maja T. überhaupt nach Ungarn ausgeliefert wurde, obwohl das Bundesverfassungsgericht diese Auslieferung später als rechtswidrig einstufte. Die Bundesregierung steht jetzt in der Verantwortung, sich für eine unverzügliche Rücküberstellung nach Deutschland einzusetzen, damit hier eine rechtsstaatliche Einzelfallprüfung erfolgen kann – einschließlich der Frage einer Strafrestaussetzung zur Bewährung.

Majas Schlussstatement hat mich sehr berührt: Maja verbleibt standhaft, verwundbar und widerständig – getragen von Solidarität, Hoffnung und dem unbedingten Willen zur Freiheit.“

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Coco Aglibut
anne.zerr@bundestag.de

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